Portrait

Andrea Fischbacher, Leitung

An der Universität Zürich studierte ich Germanistik, Philosophie, Religionswissenschaften, Kunstgeschichte und Psychologie. Anschliessend wissenschaftliche Assistenz am Deutschen Seminar der Universität Zürich. 1983 Diplom für das höhere Lehramt, 1986 Promotion zum Dr. phil. Seit 1993 freischaffende Publizistin, Autorin, Kommunikationsberaterin, Ausstellungsmacherin und Dozentin für Literatur und Kultur an Schweizer Hoch- und Mittelschulen, Biografin und Schülerin von Blanche Merz, Kraftorteforscherin. Seit 2004 Leitung der Forschungsstelle Kraft- und Kulturorte Schweiz, seit 2009 Präsidentin der Vereinigung Schweizer Kraftorte VSK, seit 2012 Zeremonienleiterin und Ritualgestalterin, seit 2014 GFBG Generalsekretärin.



Was mich an der Arbeit der Forschungsstelle fasziniert

Als Biografin von Blanche Merz (1919-2002), der Grande Dame der Geobiologie und Pionierin der Schweizer Kraftorteforschung, hat mich das weite und interessante Feld der Erforschung von Orten der Kraft nicht mehr losgelassen. Vieles aus dem Wissensschatz, der zwischen der Keltenzeit und der Zeit unserer Grosseltern Allgemeingut war, trägt dazu bei, unsere Lebensqualität zu steigern. Zudem stelle ich immer wieder fest, dass die Geobiologie u.a. mit Religion, Philosophie, Psychologie, Kunst, Literatur, Musik, Geschichte, Architektur, Gesundheit und Gesellschaft signifikante Gemeinsamkeiten aufweist, dass die Bereiche einander gegenseitig befruchten und bedingen. Es ist mir bewusst geworden, wie sehr das Sprichwort von Blanche Merz: "Alles ist Energie, alles ist Kraft, alles fliesst und ist miteinander verbunden", den Kern unseres Lebens ausdrückt. Den Weg zu diesem Kern weisen uns die Signaturen der Dinge, die Wesentliches über ihre Feinstofflichkeit erkennen lassen.

Die Forschungsstelle bietet eine Plattform zur Grundlagenforschung wie auch zur angewandten Forschung. Die Arbeit von Blanche Merz wird mit Einbezug aktueller Erkenntnisse ausgebaut und fortgeführt. Die gewonnenen Einsichten und Kenntnisse werden auf Auftragsbasis zur öffentlichen Nutzung aufbereitet und die Nutzer auf die Sensibilität kräftiger Plätze aufmerksam gemacht. Diese herausfordernde Aufarbeitung quer durch die Schweiz und quer durch die Zeitschichten, Gesellschaftsformen und religiösen Vorstellungen bietet ein Forschungsfeld, das aus dem grenzwissenschaftlichen Bereich in den wissenschaftlichen geführt werden soll. Last but noch least stellt die Vermittlung und Schulung von Grundlagenwissen über die Funktionsweise der Energien und den Nutzen, den der Einzelne für sich und sein Unternehmen realisieren kann, eine ebenso grosse Herausforderung dar, fehlt die Energielehre doch gänzlich in unserer humanistischen Bildung.

Zum 10-Jahr-Jubiläum erweiterte die Forschungsstelle ihre Tätigkeit um den Bereich der Zeremonien- und Ritualgestaltung, den ich mit Engagement und Begeisterung übernahm und die Forschung mit modernen Praktiken alt überlieferten Wissens ergänze.

Die Forschungsstelle pflegt die Zusammenarbeit mit der Vereinigung Schweizer Kraftorte VSK und mit der Gesellschaft für Forschung auf biophysikalischen Grenzgebieten GFBG.

Team